Humboldt-Universität zu Berlin - Medienwissenschaft

Kolloquium

Humboldt-Universität zu Berlin | Institut für Musik­wissen­schaft und Medien­wissen­schaft | Medienwissenschaft |  ↳ Medientheorien | Kolloquium | Jingwen Li: Immaterialität? Ausstellungen und ihre Praxis im Kontext der Digitalität [Masterarbeit]

Jingwen Li: Immaterialität? Ausstellungen und ihre Praxis im Kontext der Digitalität [Masterarbeit]

  • Wann 01.06.2022 von 18:00 bis 20:00
  • Wo Medientheater, Raum 0.01, Georgenstraße 47, 10117 Berlin Online via Zoom
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Abstract:

Die seit Jahren anhaltende Pandemie fördert die digitale Durchdringung einer Reihe von Bereichen. Die Online-Teilnahme an verschiedenen Veranstaltungen, wie Konferenzen und Seminaren, ist Usus geworden. Das Aufkommen digitaler Ausstellungen in den letzten Jahren stellt ebenfalls ein Spiegelbild der Digitalisierung in der Kunst dar.


Während viele Ausstellungen zeitgenössischer Kunst dazu neigen, eine Art »Immaterialität« zu präsentieren
, die Postmoderne widerspiegelt, z. B. 1985 Lyotard kuratierende Ausstelleung Les Immatériaux versuchte es, die Unsicherheit der Materialität der Wirklichkeit sowie des Konzepts »Hier-und-Jetzt« unter dem beispiellosen medientechnologischen Bedingen auszustellen, hat die Ankunft digitaler Ausstellungen im Wesentlichen die »Immaterialität« im Kontext der Digitalität hervorgebracht. In einer digitalen Ausstellung können BesucherInnen über Computerschnittstellen oder Virtual-Reality-Geräte Kunstwerke aus der Ferne betrachten, somit die Grenzen von Zeit und Raum überwinden und durch simulierte Galerieräume wandern. Diese neue Herangehensweise bringt eine neue Erfahrung für die Sinne hervor: Objekte und Räume, die nicht mehr existieren und sich nicht berühren lassen, werden im Rahmen einer solchen Ausstellung nach mehrmaliger Reproduktion auf binäre Codes und Pixelblöcke reduziert; Andererseits liegt diese »Leere« in der diskreten und diskontinuierlichen Natur des Digitalen, die auch auf das Ausstellungsdisplay ausgeübt wird und die Ausstellung weiter dekanonisiert. In digitalen Ausstellungen sind die Konventionen und Elemente traditioneller Ausstellungen fast vollständig verschwunden, und ihre Präsentationsmittel haben sich von Raumgestaltung, Raumgestaltung, Objektposition im Raum, Licht- und Wegführung, Sitzmöglichkeiten, Möbel, Vitrinen, Sockel, Rahmen, Abstandhalter, Tafeln für Beschriftungen oder Texte und Büchertische, Lounges oder interaktive Netzugänge zu Plattformen, Programme und Algorithmen, die Hardware und logischen Strukturen digitaler Technologie gewandelt. Digitale Medien haben stärker als je zuvor in die Organisation, Produktion und Durchführung von Ausstellungen eingegriffen.

 

Bitte beachten! Trotz bundesweiter Lockerungen bitten wir darum, während der Präsenzveranstaltungen selbstständig eine Maske zu tragen und die 3G-Regeln einzuhalten.

Wir bitten um eine kurze Rückmeldung, damit wir die ungefähre Anzahl an Teilnehmenden einschätzen können.

Zusätzlich bieten wir auch eine Teilnahme via Zoom an. Bitte wählen Sie sich dafür ab 17:50 Uhr ein. Den Link erhalten Sie auf Nachfrage von Raphael Tostlebe.

Manuel Günther - Der Schritt von Fiktionen zu Simulationen

  • Wann 22.06.2022 von 18:00 bis 20:00
  • Wo Medientheater, Raum 0.01, Georgenstraße 47, 10117 Berlin Online via Zoom
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Manuel Günther wird eine Präsentation auf Grundlage seiner Masterarbeit Von der Heldenerzählung zur Herrschaft der Zählung. Tischrollenspiele als medienbedingte Schnittstelle zwischen Fiktion und Simulation halten.

 

Abstract:

In den preußischen Offiziersschulen des 19. Jahrhunderts setzen Strategen nach und nach durch, eine bis dahin eher unterhaltsame Beitreibung des Hochadels zur Ausbildung angehender Militärs einzusetzen: Das Kriegsspiel. Anfangs aus den Regeln des Schachs entwickelt, bleibt es dessen Kernprinzipien zwar treu, wird aber immerfort weiterentwickelt und auf den Stand der Militärtechnik aktualisiert. Nach einer Reihe von Erfolgen der preußischen Armee wird
es zum Exportschlager und schließlich zur Vorlage für kommerzielle Veröffentlichungen. Als die westlichen Nationen nach und nach ihr militärtaktisches Wissen vom Nachvollzug schriftlicher Kriegsberichte auf das Studium der Kontingenzen umschalten, kippt die Nachbildung des Schlachtgeschehens – in Begriffen Friedrich Kittlers – von der Fiktion in die Simulation.

Schon damit wird etwas in Gang gesetzt, das seinerzeit niemand versteht, in diesem Kipppunkt jedoch bereits angelegt und nur medientheoretisch erklärlich ist: Anders als Kriegsbericht und Kriegsroman und Ode betreibt das Kriegsspiel die Zwischenspeicherung und Verarbeitung abgetasteter Daten, ahnt somit bereits von der Vorhersehbarmachung des Unvorhersehbaren und beginnt die Umformung des Realen im Wortsinn Lacans zum manipulierbaren Code. Militärische Kriegsspiele wie kommerzielle Wargames symbolisieren von den taktischen Vorgängen realer Schlachten, wofür es im Imaginären keinen Raum gibt. Wie Fraktale gehen ihre Regelwerke immer weiter und selbstähnlich ins Detail, um Tatsachen schließlich nicht nur zu behaupten, sondern wirklich zu schaffen. An die Stelle der Vorstellungen in uns treten damit Zahlen außer uns, die nach dem Psychoanalytiker Jacques Lacan primär sind von jeher.

Wie vieles andere eskaliert auch diese Codemanipulation, sobald sie Computern überstellt und von Digitalprozessoren verarbeitet wird. Obschon selbst der Zweite Golfkrieg im August 1990 noch eine Intervention des US-Militärs sah, die dessen Planungsstab auf Grundlage eines brettbasierten Strategiespiels aus dem Freizeithandel plante, generieren strategierende Turingmaschinen bis heute – mithin im Zivilbereich – Sachen, die es schlechthin nicht gegeben hat, bis hin zur Plattformökonomie. Mit dem kalten Blick der Medientheorie soll die Dreiheit von Realität, Fiktion und Simulation anhand des Kriegsspiels begrifflich geschärft und auf ihren Nutzen für eine Wissenschaft der technischen Medien untersucht werden.

 

Bitte beachten! Trotz bundesweiter Lockerungen bitten wir darum, während der Präsenzveranstaltungen selbstständig eine Maske zu tragen und die 3G-Regeln einzuhalten.

Wir bitten um eine kurze Rückmeldung, damit wir die ungefähre Anzahl an Teilnehmenden einschätzen können.

Zusätzlich bieten wir auch eine Teilnahme via Zoom an. Bitte wählen Sie sich dafür ab 17:50 Uhr ein. Den Link erhalten Sie auf Nachfrage von Raphael Tostlebe.

Humboldt-Universität zu Berlin | Institut für Musik­wissen­schaft und Medien­wissen­schaft | Medienwissenschaft |  ↳ Medientheorien | Kolloquium | Zsofia Valyi-Nagy: Reprogramming Vera Molnar's Plotter Drawings: Media Archaeology in Art History.

Zsofia Valyi-Nagy: Reprogramming Vera Molnar's Plotter Drawings: Media Archaeology in Art History.

  • Wann 29.06.2022 von 18:00 bis 20:00
  • Wo Medientheater, Raum 0.01, Georgenstraße 47, 10117 Berlin Online via Zoom
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Abstract:

This presentation – part talk, part demo – shares the project I have been working on this semester as a DAAD visiting doctoral student at the Signallabor, under the guidance of Dr. Dr. Stefan Höltgen and Prof. Dr. Wolfgang Ernst. I will discuss the use of media archaeological methods in my doctoral dissertation in art history, which focuses on the 'computer-aided painting' process of Vera Molnar (b.1924), a Hungarian-French pioneer of digital and generative art. My focus this week will be a series of Molnar's plotter 'drawings' titled Lettres de ma mère (Briefe meiner Mutter or My Mother's Letters) (1981-1991), which I have been re-programming with the help of Dr. Dr. Höltgen using retrocomputing machines and strategies. With very little documentation about Molnar's original program(s), the reenactment entails 'reverse engineering' a program from Molnar's drawings – the only extant material traces of this highly dynamic, conversational process.

While Molnar calls them 'simulations' of her mother's handwriting, the Lettres are more like abstract interpretations of the weekly letters her mother mailed her from Budapest to Paris, of the dying art of gothic script 'drawn' at a moment when handwritten letters were slowly becoming obsolete. While this work was programmed in BASIC on French clones of the Apple II and an IBM PC, I will use an even earlier machine in my demo: a working Tektronix 4052, the same machine that Molnar used in the late 1970s at the Centre Pompidou's ARTA computer lab. I thus suggest that the strategies Molnar harnessed to program this work were ones she had been honing for at least a decade. By sharing this work in progress and discussing how these media archaeological methods inform my understanding of collaboration, interactivity, recursively, and temporality in my writing about Molnar's work and Cold War era computer graphics more broadly, I aim to open conversations about how art history might learn from media archaeology, and vice versa.

 

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Humboldt-Universität zu Berlin | Institut für Musik­wissen­schaft und Medien­wissen­schaft | Medienwissenschaft |  ↳ Medientheorien | Kolloquium | Greta Wolansky: Code – Kunst – Kreativität - Eine medienwissenschaftliche Perspektive auf „Künstliche Kreativität" in der Bildenden Kunst (Masterarbeit)

Greta Wolansky: Code – Kunst – Kreativität - Eine medienwissenschaftliche Perspektive auf „Künstliche Kreativität" in der Bildenden Kunst (Masterarbeit)

  • Wann 06.07.2022 von 18:00 bis 20:00
  • Wo Online via Zoom Medientheater, Raum 0.01, Georgenstraße 47, 10117 Berlin
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Abstract:

Suchmaschinen wie Google, Empfehlungssysteme wie Amazon und viele weitere Apps, die uns den Alltag erleichtern, sind ziemlich smart, aber noch weit entfernt davon, wie Menschen zu denken, bzw. eigene Schlussfolgerungen zu ziehen. Was aber passiert, wenn ein System in der Lage ist, neue Dinge zu generieren? Was wäre, wenn es durch eine effizient gestaltete Datenbank fähig ist, ein Gedicht, eine Symphonie oder sogar ein Bild zu kreieren?
Computer erobern die Kunstwelt: Sie malen wie Rembrandt, komponieren wie Beethoven, schreiben Romane, Theaterstücke oder choreographieren Tänze. Jüngst erzielte ein von einem Generative Adversarial Network „gemaltes“ fiktionales Portrait (Portrait of Edmond De Belamy) beim renommierten Auktionshaus Christie’s mit einer Summe von 432.500 US Dollar das Vielfache des ursprünglichen Schätzpreises. Signiert wurde es am unteren rechten Bildrand in künstlerischer Manier jedoch nicht etwa mit den Namen der Programmierer, sondern mit einem Ausschnitt des dem Bild zugrunde liegenden Algorithmus. Dies wirft viele Fragen auf – über unsere Auffassung von Kunst, Autorschaft und Urheberrecht genauso wie über die Fähigkeit der Kreativität und des Schöpferischen, die der Mensch bisweilen als Alleinstellungsmerkmal für sich beansprucht.
„Künstliche Kreativität“ ist längst zum neuen Leitziel geworden. Es gilt, Maschinen dem Menschen ebenbürtig, selbstbestimmt und geistvoll zu machen; Computern im Sinne des Pygmalion-Motivs die schöpferische Kraft des*der Künstler*in einzuhauchen – aber inwieweit ist dies überhaupt möglich? Können Maschinen autonom neue Ideen hervorbringen? Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, sollten wir zunächst hinterfragen, was der heute beinahe inflationär verwendete Begriff der Kreativität überhaupt bedeutet, an welchen Merkmalen er sich festmachen lässt und in welchem Maße Kreativität erlernbar ist. Dabei stellt sich heraus: „Im Traum von der Kreativen Maschine gewinnt die Maschine ein Bild von ihr selbst – und wir ein anderes Bild von ihr und von uns.“ (Rauterberg, 2021, S. 16)

Zitat aus:
Rauterberg, H. (2021). Die Kunst der Zukunft: Über den Traum von der kreativen Maschine. Suhrkamp.

 

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Humboldt-Universität zu Berlin | Institut für Musik­wissen­schaft und Medien­wissen­schaft | Medienwissenschaft |  ↳ Medientheorien | Kolloquium | Sebastian Kawanami-Breu: How To Do Things With Neurons: Kunihiko Fukushima, das Neocognitron und die Transduktion der Biokybernetik in Japan. (Vortrag)

Sebastian Kawanami-Breu: How To Do Things With Neurons: Kunihiko Fukushima, das Neocognitron und die Transduktion der Biokybernetik in Japan. (Vortrag)

  • Wann 13.07.2022 von 18:00 bis 20:00
  • Wo Medientheater, Raum 0.01, Georgenstraße 47, 10117 Berlin Online via Zoom
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Abstract:

Mit Kunihiko Fukushimas Neocognitron überschreitet das rechnende Sehen neuronaler Netze eine der letzen symbolischen Verteidigungslinien zum know-how alphabetisierter Menschen: ein Computermodell beginnt, verzerrte Handschriften nahezu fehlerfrei zu lesen. Von den konkreten Umständen dieser Zäsur haben Geschichten der A.I. und der Kybernetik bisher wenig zu berichten, weil sie unterhalb des Radars von Diskursanalysen und ihrer unvermeidlichen Geozentrik sich ereignet hat. Wieso entsteht der älteste Prototyp der 'Deep Convolutional Neural Networks' (Deep CNNs) ausgerechnet in Japan an einem Medienlabor des Staatssenders NHK? Welche Designphilosophie, welche Hacks, welche epistemologischen Denkfiguren standen dahinter? Mit Hilfe von Archivmaterial aus den NHK Science and Technology Research Laboratories, Skizzen der neuronalen Netze und einem persönlichen Interview mit Fukushima versuche ich, dem 'Neocognitron' durch die Stadien seiner Genese zu folgen. Ein japanischer Fernsehingenieur, der bei der Arbeit am 'visuellen Kanal' zum Kybernetiker konvertiert, kann über einen Zeitraum von 15 Jahren (ungestört von Konkurrenz und militärischen Anwendungsbefehlen) an Perceptrons weiterforschen, und so aus einer mathematischen Fiktion über das Sehen einen Standard machen, der von der A.I. bis heute lukrativ verwertet wird. Dass das Neocognitron am Ende nur zu einer Art 'missing link' wurde, anstatt wie seine Kindeskinder sämtliche Benchmarks in Computer Vision-Wettbewerben zu knacken, hängt mit dem Vorgang der 'differentiellen Reproduktion' von Neuronenmodellen zusammen, dem ich hier näher auf den Grund gehen möchte.

 

Vortragender:

Sebastian Kawanami-Breu 

Gastwissenschaftler und Doktorand am Institut für Musik- und Medienwissenschaft, Humboldt-Universität zu Berlin

Adjunct Lecturer, Tama Art University, Tokyo

 

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Jon Inge Faldalen: Stillmoving (Vortrag)

  • Wann 20.07.2022 von 18:00 bis 20:00
  • Wo Medientheater, Raum 0.01, Georgenstraße 47, 10117 Berlin Online via Zoom
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Abstract:

How am I a cinema and media scholar? How do I combine classical cinema studies with media aesthetics and media archaeology in the doctoral dissertation Stillmoving?

 

I will in this talk present and further discuss my dissertation Stillmoving (2021), in particular the chapter "Stillmoving: A kind of image beneath still and moving: Still Einstellung in digital imagenesis (the MPEG compression codec)".

 

Stillmoving takes as its object of inquiry the foundational figure of style a still Einstellung (most often called a static long take). It is a contribution to cinema and media studies in general, and developing slow cinema and still moving scholarship in particular. It asks the research question "What kind of image does a still Einstellung generate?". The title Stillmoving provides the most succinct possible answer. Through figure of style theory and analysis of static long takes in slow cinema and still moving scholarship, the still Einstellung of water reflections and rock shadows, Louis Lumière and Quai de l'Archevêché (Lumière operator, 1896), André Bazin's conceptualisation of "the immobility of the sequence shot" in the kitchen scene in The Magnificent Ambersons (Orson Welles, 1942), James Benning and Stemple Pass (2012) and the digital MPEG compression codec, Stillmoving argues that a still Einstellung causes stillmoving imagenesis, a both/neither first kind of image generation in a thirding or firsting of stillmoving/still/ moving imagenesis. As truly something else, while (like moving imagenesis) moving the moving as moving, a still Einstellung calms the unmoving as continuing, or: it stills the still as still.

 

This talk in particular describes and discusses the subface of digital MPEG compression, demonstrating a binary beneath of infrastructural imagenesis. In order to describe the increased (compared to film and video) processuality of digital imagenesis, it explores similarities between the technical thinking inherent in the MPEG compression codec's bidirectional predictive (B-frame), intra (I-frame), and predictive (P-frame) frames, and tangential thoughts found in the time philosophy and phenomenology of Saint Augustine and Edmund Husserl, developing their triads the present of things past/retention, the present of things present/primal impression, and the present of things to come/protention within the framework of Michel Serres' understanding of nonlinear time as percolation.

 

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Humboldt-Universität zu Berlin | Institut für Musik­wissen­schaft und Medien­wissen­schaft | Medienwissenschaft |  ↳ Medientheorien | Kolloquium | Johan Malmstedt: Sound out of time: Two cases on the threshold between Swedish media history and digital signal processing. (Vortrag)

Johan Malmstedt: Sound out of time: Two cases on the threshold between Swedish media history and digital signal processing. (Vortrag)

  • Wann 26.10.2022 von 18:00 bis 20:00
  • Wo Medientheater, Raum 0.01, Georgenstraße 47, 10117 Berlin Online via Zoom
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Abstract:

What does digital signal processing entail for historiography?

Sound archives are peculiar features in the 21st century – extensive and vast, yet, mute and inaccessible accumulations of seemingly arbitrary signals from the past. But what is the relationship between signals and history?

My doctoral project, Sound out of time, is an experimental attempt to plug the signal output back into history. Technical, ethical, and epistemological factors have since long short-circuited the historian’s relationship to acoustic signals. By granting digital signal processing the center stage of humanistic inquiry, we can perform the oscillation between “counted time” and “narrative time”.

The work takes its departure from the Swedish broadcasting archive, which, according to IASA (The International Association for Sound and Audiovisual Archives), is globally unique in its extensiveness. The Swedish archival sector was the first to opt for complete documentation of mass media content. During the second half of the 20th century, it was the largest mass media archive in the world. Since 1979, every second, of every hour of public service broadcasting has been stored and digitized. The specified motivation was to “store information” for “future media research” (SOU, 1978:12). But, as it turns out, 10 million hours of broadcasting data pose more of a conundrum, than an opportunity - both for the individual media historian and for historiography itself. Authors like Lynn Spigel, Frank Bösch, and Jacques le Goff have all respectively stressed the increasing reliance on broadcasting data in modern historical research. Nevertheless, these broadcasting archives are not textual narratives. Instead, in the age of digitalization, they are particularly comprised of lists upon lists of discrete-time signals. This, in turn, disrupts the representational paradigm in historical research.

My work enacts this disruption. When acoustic signals, removed from the reverberance of time, become the object of research, a whole new set of methods becomes available. Through a sequence of historiographical experiments, the aim is to infuse narrativity with measurements like spectral flatness, zero-crossing, and LUFS. In this talk, I will present two such experiments - one attending to the rhythmic compression of silences in radio broadcasting, and a second case, exploring the latent space of television noise. In doing this, I seek to demonstrate the possibilities of digital audio signal processing and invite to a discussion on the threshold between words and signals.

 

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Humboldt-Universität zu Berlin | Institut für Musik­wissen­schaft und Medien­wissen­schaft | Medienwissenschaft |  ↳ Medientheorien | Kolloquium | Angie Ehlert: Von stationären zu mobilen Medien – Eine Medienarchäologie der Batterie (Masterarbeit)

Angie Ehlert: Von stationären zu mobilen Medien – Eine Medienarchäologie der Batterie (Masterarbeit)

  • Wann 16.11.2022 von 18:00 bis 20:00
  • Wo Medientheater, Raum 0.01, Georgenstraße 47, 10117 Berlin Online via Zoom
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Galvanische Zellen – auch Batterien oder Akkumulatoren genannt – sind für unsere heutige mobile Gesellschaft von unabdingbarer Bedeutung. Sei es in Smartphones, Taschenlampen, Laptops oder in Elektrofahrzeugen – Batterien bilden das Herzstück der Geräte und machen sie durch elektrochemische Vorgänge funktionstüchtig. Wegen ihrer stromliefernden Eigenschaft sind sie aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Dennoch werden sie in der Medienwissenschaft eher beiläufig erwähnt und finden noch wenig Beachtung, aufgrund dessen befasst sich diese Masterarbeit mit der Entwicklung der Batterie. Dabei wird neben der historischen Entwicklung auch die technische Perspektive beleuchtet. Anlass dafür ist der Untersuchungsgegenstand der Ausarbeitung, der sich mit folgender Fragestellung beschäftigt:
„Warum konnten sich galvanische Zellen gegenüber anderen Technologien durchsetzen und warum sind so konzipiert, wie sie sind?“.

Um zu dieser Frage Stellung nehmen zu können wird eine medienarchäologische Untersuchung der Batterie vorgenommen. Dies erfordert die Einbeziehung von Dispositiven. Dabei spielen neben den gesellschaftlichen Entwicklungen auch kommerzielle Einflüsse eine wichtige Rolle. Die Betrachtung der Wissens- und Wissenschaftsgeschichte dieser Batterie-Technologie ist für die Untersuchung essenziell. Bei der Beantwortung der Forschungsfragen sollen folgende aufgestellte Thesen unterstützen:
T1: Batterien sind Medien.
T2: Galvanische Zellen haben einen Einfluss auf die Entwicklung von batteriebetriebenen Technologien.

Um die Thesen zu überprüfen ist es nötig, die technischen Prozesse der Batterie entsprechend der drei Medienfunktionen (von Friedrich Kittler) zu untersuchen und der Frage nachzugehen, ob sich zwischen der Batterieentwicklung und dem technischen Fortschritt ein Paradoxon findet. Ziel ist es, herauszufinden, was die Batterie so besonders macht und inwiefern diese einen Einfluss auf die Entwicklung batteriebetriebener Technologien nahm. Da die Masterarbeit aktuell noch im Erarbeitungsprozess ist, gibt es derzeit keine Zwischenergebnisse.

 

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Humboldt-Universität zu Berlin | Institut für Musik­wissen­schaft und Medien­wissen­schaft | Medienwissenschaft |  ↳ Medientheorien | Kolloquium | Michael Century: Timescape Studies: Toward an Operative Media Archeology of Pauline Oliveros' Expanded Instrument System. (Vortrag)

Michael Century: Timescape Studies: Toward an Operative Media Archeology of Pauline Oliveros' Expanded Instrument System. (Vortrag)

  • Wann 23.11.2022 von 18:00 bis 20:00
  • Wo Medientheater, Raum 0.01, Georgenstraße 47, 10117 Berlin Online via Zoom
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Pauline Oliveros (1932-2016) was an experimental American composer, performer, writer, teacher and humanitarian well known for her original conceptions of Sonic Meditation and Deep Listening. Less widely known are her engagements with sound technologies, spanning fifty years and charting the entire spectrum of electronic sound art – from sine oscillators and tape recorders through analog kits and modules, computer controls over such modules, to digital-analog hybrids and full digital programs at the cusp of artificial intelligence. She designated this panoply of ever-shifting technologies and set-ups the "Expanded Instrument System". The key operator in the Expanded Instrument System is time delay, which sets in motion several lines of creative thought and technology design at multiple temporal scales. The EIS is a device to permit present, past and future to be experienced, in Oliveros' own words, "simultaneously with transformations."

Michael Century will present his ongoing research on the Expanded Instrument System from the standpoint of a performer-scholar who worked closely with Oliveros for over three decades. He will demonstrate and analyze EIS as a case study for a prospective "operative media archeology," informed by Century's own experimentation with and extension of the EIS functions.

Bitte beachten! Trotz bundesweiter Lockerungen raten wir dazu, während der Präsenzveranstaltungen selbstständig eine Maske zu tragen und die 3G-Regeln einzuhalten.

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Humboldt-Universität zu Berlin | Institut für Musik­wissen­schaft und Medien­wissen­schaft | Medienwissenschaft |  ↳ Medientheorien | Kolloquium | »In Medias Res!« Feierliche Buchvorstellung des 4. Bandes von „Medientechnisches Wissen" als Abschluss der Lehrbuchreihe.

»In Medias Res!« Feierliche Buchvorstellung des 4. Bandes von „Medientechnisches Wissen" als Abschluss der Lehrbuchreihe.

  • Wann 07.12.2022 von 18:00 bis 20:00
  • Wo Medientheater, Raum 0.01, Georgenstraße 47, 10117 Berlin Online via Zoom
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Was im Rahmen des Post-Doc-Projektes Stefan Höltgens am Lehrstuhl für Medientheorien aus den Erfahrungen der Lehre 2015 als Idee hervorging, feierte 2017 mit dem ersten Band der Lehrbuchreihe „Medientechnisches Wissen" seine Publikation: Eine Sammlung 100-150-seitiger Abhandlungen aus den Natur-, Ingenieur- und Formalwissenschaften, die für Medienwissenschaftler:innen in Studium und Praxis die oft sperrigen Gegenstände der MINT-Disziplinen zugänglich machen sollen. Nun ist der vierte und letzte Band der Reihe erschienen und komplettiert die acht bislang erschienen Kapitel zu Speicher-/Informationstheorie und Logik (Band 1), Kybernetik, Informatik und Programmierlehre (Band 2), Mathematik, Physik und Chemie (Band 3) mit drei weiteren Kapiteln zur Elektronik, Elektronikpraxis und dem Computerbau.
Anspruch der Reihe war und ist die möglichst voraussetzungslose Annäherung an die jeweiligen Disziplinen/Themen und dabei die Herausstellung ihrer Beziehung zu Medien, Medientechnik und Medienwissenschaft in Form von Semesterprogrammen. Hierzu konnten auch für den vierten Band wieder Autoren mit vielfältigen thematischen, praktischen und didaktischen Kenntnissen gewonnen werden: Henry Westphal („Elektronik", bekannt aus zahlreichen Veranstaltungen des Lehrstuhls für Medientheorien), Malte Schulze („Elektronikpraxis", jahrelanger Tutor und Lötprofi am hiesigen Lehrgebiet), Mario Keller (Retro-Hobbyist mit Projekten in hiesigen Veranstaltungen) und Thomas Fecker (ehemaliger SHK und Signallabor-Techniker). In der Buchvorstellung präsentieren sie ihre Kapitel selbst und stellen Hintergründe dazu vor. Als besonderes Highlight wird der im Lehrbuch vorgestellte MOUSE-Computer präsentiert, der die Experimentiergrundlage viele Lehrbuchkapitel bildet und im vierten Band selbst nachgebaut werden kann. Der Herausgeber, Stefan Höltgen, umreißt als Rahmen die medienhistorischen und -epistemologischen Hintergründe der Kapitel und wirft einen Blick zurück auf die Entstehung der Reihe ... deren erste Bände bereits in die zweite Auflage gehen.

Dauer: 45 Minuten
Ansichtsexemplare aller vier Bände werden im Medientheater einzusehen sein.

 

Die Buchpräsentation von Bd. 4 der von Stefan Höltgen edierten Reihe Medientechnisches Wissen krönt zugleich sein gutes Jahrzehnt impulsgebender Mitarbeit. Diesen schönen Anlass des Abendkolloquiums nutzt der Veranstalter des Kolloquiums (das Lehrgebiet Medientheorien) von daher gemeinsam mit Freunden und Verbündeten zur akademischen Verabschiedung seines langjährigen Mitarbeiters. Teil II des Kolloquiums wird damit eine Melange aus Würdigung, Nostalgie und Aufbruchstimmung bilden.

Klangspuren. Gesprochene unterwegs zur technischen Sprache.

  • Wann 18.01.2023 von 18:00 bis 20:00
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Der Vortrag nimmt seinen Ausgang von der gesprochenen Sprache und der einfachen Tatsache, dass Sprechen immer zugleich Hören ist, das Hören dem Sprechen geradezu vorausgeht und so den Sprachfluss anleitet: eine einfache Rückkopplung, die 1936 eine technische Implementierung in Gestalt von Homer Dudleys Voice Encoder oder genauer "frequency-band vocoder" herausfordert. Hier wird die natürliche Trägerwelle stimmhaften Sprechens von Generatoren erzeugt und die Nachricht, also der spektrale Verlauf bei einer Reduktion der Bandbreite um den Faktor 10 in klangfreie Steuer-spannungen für den Output codiert.
Im Zentrum steht somit das technische Gehör für Sprache, dessen Ausrüstung der Vortrag in den eigentlichen Blick nimmt, und hier hinein gehört ein epistemisches Ding namens Spektrogram, das nach einer abwechslungsreichen Vorgeschichte doch erst im Forschungslabor der Bell Laboratorien, NJ zu seiner konkreten wenn auch wenig stabilen Gestalt findet. Und diese Gestalten sollen lesbar, Visible Sound of Speech sein, Sprache also in elementare und alphabetisch oder phonetisch geordnete Reihen einfacher Pattern und zwar automatisch und möglichst in Echtzeit übersetzen. Und nach dem Krieg vom aufgesetzten Trainingsprogramm zum Lesen und Lernen des neuen Universalalphabets Visible Speech motiviert: Warum soll dies nicht eine Maschine übernehmen? Ihr Name ist Audrey, geboren 1952, ihre Funktion: Automatic Digit Recognizer mit einen ersten einfachen Wortschatz von 10 Zahlwörtern und sie hört auch nur auf einen Sprecher. Weitere Schritte folgen.


Florian Schreiner studierte Philosophie und Soziologie in Konstanz, promovierte in Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin über "Laut-Ton-Stärke" und gab zahlreiche Seminare zum Thema. Zurzeit ist er Lehrbeauftragter im Fachbereich Medienwissenschaft im Modul III: Medienarchäologie versus Medienhistoriographie. Er lebt in Berlin.

Humboldt-Universität zu Berlin | Institut für Musik­wissen­schaft und Medien­wissen­schaft | Medienwissenschaft |  ↳ Medientheorien | Kolloquium | Santiago Renteria Aguilar: The Aesthetics of Machine Listening - Reanimating Sonic Ecologies (Vortrag)

Santiago Renteria Aguilar: The Aesthetics of Machine Listening - Reanimating Sonic Ecologies (Vortrag)

  • Wann 01.02.2023 von 18:00 bis 20:00
  • Wo Medientheater, Raum 0.01, Georgenstraße 47, 10117 Berlin Online via Zoom
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Tracing the production and transmission of animal sounds has long been used for scientific purposes in the field of Bioacoustics. It allows us to better understand the behaviour and welfare of animal populations with listening technologies such as microphones and recorders. Increasingly, listening is being automated with novel computational technologies in what has been called Machine Listening. Despite being prevalent in music informatics, such as in auditory source separation and interactive music systems, their scientific use in digital ecology and environmental sound art remains understudied. In response, I scrutinise the artifactuality of Machine Listening from within and expose how it provides a portal to the vocal cultures of non-human others.

The aesthetic opportunities of reanimating bioacoustic archives are explored through an experimental practice with The Fluid Corpus Manipulation toolkit, a set of bespoke software modules designed to compose music with machine listening instruments. As a source material I use a Western Australian Magpie digital sound archive collected by behavioural ecologists for the study of avian vocal learning.

Overall, I aim to illuminate the operation of Machine Listening beyond the myth of artificial intelligence and reflect upon its aesthetic potential in musicking with the voice of non-human life.

 

Sergio Santiago Rentería Aguilar's research is concerned with how Machine Listening has shaped the sonic (re)production of birds in arts and sciences. He is a recipient of the PhD studentship, awarded under the Australian Research Council Discovery Project »A Cultural and Intellectual History of Automated Labour« During his masters he developed a Shazam for birdsong based on a machine learning technique capable of recognizing birds' complex melodic sequences. He has showcased his work at multiple venues including SymbioticA, RMIT University, in Australia, and Laboratorio de Arte Alameda, Centro Cultural Universitario Tlatelolco, Carnaval de Bahidorá and Tecnológico de Monterrey, in Mexico.

Humboldt-Universität zu Berlin | Institut für Musik­wissen­schaft und Medien­wissen­schaft | Medienwissenschaft |  ↳ Medientheorien | Kolloquium | David Friedrich: Let’s talk about the technológos of the cochlear implant. (Vortrag)

David Friedrich: Let’s talk about the technológos of the cochlear implant. (Vortrag)

  • Wann 08.02.2023 von 18:00 bis 20:00
  • Wo Medientheater, Raum 0.01, Georgenstraße 47, 10117 Berlin Online via Zoom
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The human sensory apparatus has changed with implanted media technologies. One of these technologies is the hearing device cochlear implant (CI). It enables users to perceive an environment of signals beyond acoustics; an audible perception of electromagnetic fields that have only occurred in non-human organisms and machines. Nonetheless, most discourses about the CI focus either on implantation, and post-operative treatment, or criticise the media-political power of the microprocessor on the outside of the head, i.e., asking who determines the quality of hearing. Whereas culture defines the quality of hearing, it is overlooked that sound waves determine the sense of hearing. However, this stands in contrast to the actual sensation via the implanted media technology CI. The discourses have in common the belief that hearing via CI relies on acoustics even though the implanted part does not depend on signals such as sound waves. What is missing in the current debate is a cross-disciplinary examination of the relationship between hearing and the phenomenon of sound, i.e. the sound signal, which ultimately structures the sense of hearing and separates it from the other human senses. Based on a media archaeological investigation, David’s PhD thesis (Phenomenology of Bionic Sensation) explores the relationship between techno-biological sensation and sound perception, which discloses the CI’s core technological origin by investigating its operation to bypass the historical narrative determining the CI as a hearing prosthesis. At Medien, die wir meinen, he will give an overview of the first chapter of his dissertation to discuss the resulting questions that arise from the media archaeological research approach.

 

David Friedrich is a PhD student at the Conservatorium of Music at the University of Western Australia (UWA). His research is primarily focused on the investigation of (auditory) media technologies and is driven by an interdisciplinary approach between art, science, and philosophy. During his undergraduate studies (2018) in musicology and media studies at the Humboldt University zu Berlin, he developed the Theremin for the Deaf, probably the first musical instrument that generates sound without acoustics. It reflects our understanding of hearing by highlighting how cochlear implants (CI) provoke a hearing sensation without sound waves. In his master’s thesis (2021), The Duality of Sound, at the department for media theory at the Humboldt University zu Berlin, he introduced the ‘media technological uncertainty principle.’ The principle states that technology represents the phenomenon of sound either as a wave or as a discrete location. Whereas the Duality of Sound investigated the influence of an external media technology on the human being and vice versa, his PhD thesis, Phenomenology of Bionic Sensation, will go a step further by exploring the relationship between the sensation via the implanted media technology CI and the human perception of sound techno-philosophically.