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Humboldt-Universität zu Berlin - Musikwissenschaft

Musiktheorie

Im Zentrum des Lehrgebiets Musiktheorie steht die musikalische Propädeutik, die sich im Fachgebiet Musikwissenschaft der Humboldt-Universität in folgende Fächer resp. Module untergliedert:

  • Musiktheorie
  • Gehörbildung
  • Partiturspiel

Der Unterricht findet, mit Ausnahme der Veranstaltung Allgemeine Musiklehre, in Kleingruppen statt und wird durch die Mitarbeiter als Übung angeboten.

Die Übungen in Musiktheorie vermitteln die handwerklichen bzw. grammatischen Grundlagen der Musik in ihren historischen Ausprägungen und Wandlungen. Zudem soll ein erster Einblick in das korrespondierende zeitgenössische musiktheoretische Denken, das den Tonsatz und seine Regeln zu beschreiben suchte, gegeben werden. Dazu werden (teils nach vorangehender Analyse, teils nach Lektüre von musiktheoretischen Texten) zum einen eigene satztechische Übungen angefertigt. Zum anderen werden die Beschreibungskategorien auf unterschiedliche Werke der Musikgeschichte angewendet und auf ihre Angemessenheit hin befragt.

Wesentliche Disziplinen sind hierbei für die Studierenden der Bachelorstudiengänge die Übung Allgemeine Musiklehre sowie die Übungen Kontrapunkt des 15. und 16. Jahrhunderts und die Harmonielehre. Weitere Übungen mit anderen thematischen Schwerpunkten werden nach Bedarf angeboten.

Die Übung Gehörbildung hat ein doppeltes Ziel: zum einen die (innere) sinnliche Vorstellung eines Notentextes zu ermöglichen, zum anderen umgekehrt das Gehörte in Notenschrift zu überführen. Beides hat zur Voraussetzung, dass man das Gehörte in seiner Struktur erfasst und seiner kompositorischen Technik versteht. Im Mittelpunkt stehen daher zunächst Intervalle, Akkorde und Rhythmen, die dann im Kontext von ein- und zweistimmigen sowie akkordischen und funktionsharmonisch beschreibbaren Literaturbeispielen gehört werden. Daneben wird auch eine Übung Höranalyse angeboten, die Themen wie Interpretationsvergleich, Hören von Syntax und Formverläufen, Instrumentation und Ähnliches zum Gegenstand hat.

In der Lehrveranstaltung Partiturspiel wird die Darstellung und Analyse von Notentexten unterschiedlicher Provenienz am Klavier geübt. Im Mittelpunkt steht dabei das Spiel von Stücken (meist Vokalkompositionen), die in heute ungebräuchlichen Schlüsseln (C-Schlüsseln) notiert sind, sowie das Spiel von Orchesterpartituren mit transponierenden Instrumenten. Ein weiterer Schwerpunkt ist das Generalbass-Spiel. Schließlich werden harmonische Modelle wie Kadenzen und Sequenzen am Instrument geübt. Das Fach Partiturspiel stellt somit nicht nur eine wichtige Ergänzung der Harmonielehre dar, sondern bietet zugleich eine wesentliche Grundlage zum selbständigen Erarbeiten von Notentexten jeglicher Art.