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Humboldt-Universität zu Berlin - Medienwissenschaft

Doktoranden am Lehrstuhl für Medientheorien

Auf diesen Seiten finden Sie Exposés zu den am Lehrstuhl für Medien laufenden und abgeschlossenen Promotionsprojekten.

Laufende Projekte

Martin Carlé: [Titel noch zu bestimmen]

Medienarchäologie erlaubt, im Unterschied zur Archäologie, Philologie oder historischen Musikwissenschaft, die dem klassischen Geschichtsmodell verpflichtet bleiben, eine synchrone Perspektive auf den Forschungsgegenstand einzunehmen. Indem sie als Methode die funktional-operative Dimension der beteiligten Vermittler, sowohl in materieller als auch in theoretischer Hinsicht, aktualisiert, (re-)inszeniert sie die epistemogene Qualität der jeweils vermittelten Zusammenhänge und kann so zur Neubewertung von Fundstücken, Textstellen und Theorien beitragen oder diese gar in ein ganz neues Licht stellen.“ [weiterlesen...]


Dr. Stefan Höltgen: Zur Archäologie der frühen Mikrocomputer und ihrer Programmierung

„Im Zentrum des Projektes steht die Theorie und Praxis des Retrocomputings, welches Fragen nach einer adäquaten Auseinandersetzung mit der Geschichte des Mikrocomputers aufwirft. Offensichtlich widerspricht Retrocomputing der klassisch konservierenden/präservierenden Praxis des Umgangs mit technikhistorischen Artefakten. Daher wäre zu fragen, warum sich ein solcher »respektloser« Umgang mit Technikgeschichte etablieren konnte. Möglicherweise ist hierin ein »Erbe« der Hackerkultur zu sehen, welche in der Frühzeit des Mikrocomputers fester Bestandteil der semiprofessionellen Auseinandersetzung mit diesem war. Heute haben sich beide Bewegungen parallelisiert: Während die Hackerkultur ihren Modus Operandi auf aktuelle Technologien konzentriert, konzentriert sich Retrocomputing auf alte Plattformen.“ [weiterlesen...]


Abgeschlossene Projekte

Nikita Braguinski: RANDOM. An Archaeology of Electronic Toy Sounds

„In my PhD dissertation I investigate three case studies: computer games in which music is algorithmically generated or modified, a speaking toy computer, and the early video game consoles. The respective technical features of these devices map out a large area of electronic sounds and interactions. In these investigations the realm of the random and the unforeseeable plays the central role, referring to concepts that arise from information theory and the theory of complexity. Additionally, this dissertation discusses the relationship between noise and signal in aesthetics, the economic and cultural determination of media, and the psychoanalytic background of the public's preoccupation with old media. The methodological approach of this dissertation is grounded in the theory of technical media, which is centrally interested in the materiality of its object of study, as well as in the investigation of the epistemology and technical history of sound.“ [weiterlesen...]

Dr. phil. Christopher Lorenz: Zeit-Kritik als Form der Templation durch Medien des 21. Jahrhunderts – Forderung einer Verortung der Medien-Kritik Theodor W. Adornos bei der technikepistemologisch orientierten Medienwissenschaft

„Wie können Theodor W. Adornos medienkritische Thesen – als wohl prominentester Beitrag gilt das in Zusammenarbeit mit Max Horkheimer entstandene Kapitel Kulturindustrie. Aufklärung als Massenbetrug (1944) – in ihrer Gesamtheit mit heute auf Basis algorithmischer Transformationen prozessierenden zeitkritischen Medien in Bezug gesetzt werden?“ [weiterlesen...]


Dr. phil. Shintaro Miyazaki: Algorhythmisiert. Trans-sonische Medienarchäologie digitaler Gefüge

„Diese Dissertation untersuchte die Geschichte und Medienarchäologie der rhythmischen, sonischen, mitunter auch musikalischen Aspekte digitaler Medien- und Informationstechnologien zwischen 1930 und 2010 mit einem Rückgriff auf das Spätmittelalter und das 19. Jahrhundert. Kernkonzept war dabei die Kombination und Begriffsverschiebung von Algorithmus und Rhythmus hinzu Algorhythmus.“ [weiterlesen...]