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Xiyue Wang: "VR: Vervollständigung oder Beendigung des Mythos vom totalen Film." (Master-Arbeit)

  • Wann 15.02.2017 von 18:00 bis 20:00 (Europe/Berlin / UTC100)
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VR: Vervollständigung oder Beendigung des Mythos vom totalen Film.

Diskussion über das Verhältnis zwischen Realität und Film.

 

Seit seiner Geburt an ist der Film eng mit dem Begriff der „Realität“ verbunden. 1946 schlug Bazin den „Mythos vom totalen Film“ vor. Das Konzept des Films und die intakte Reproduktion der Wirklichkeit ist gleich: ein gesundes, farbiges, dreidimensionales Gefühl der äußeren Welt darzustellen. Tatsächlich entwickelt sich der Film auch in Richtung der Bazin Theorie vorwärts. Seitdem Ton und Farbe in Filmen verwendet werden, gibt es dank digitaler Technologie viele Möglichkeiten, um digitale Filme, 3D-Filme oder IMAX und sogar VR-Filme zu produzieren. Heutzutage scheint die digitale virtuelle Technologie jeden Film zu durchdringen, hat aber zeitgleich auch einen starken Einfluss auf die traditionelle Theorie des Filmrealismus. Der Zusammenhang zwischen Bildern und Realität ist voneinander losgelöst. Das Indexikalität des fotographischen Bildes ist vollständig gescheitert. Die Authentizität des Films muss unter den heutigen Bedingungen erneut überdacht werden.

Diese Arbeit beginnt zunächst mit dem Verhältnis von Realität und Film im Zeitraum der analogen Bildaufzeichnung. Basierend auf den Veränderungen und Auswirkungen, welche die digitale Technologie im laufe der Zeit für den Film mitgebracht hat, untersucht meine Arbeit die mögliche Inszenierung des VR-Films. Im kommenden Zeitalter stellt sich die Frage dem Film, wie er mit Hilfe der VR-Technologie die grundlegenden Veränderungen der Wahrnehmung filmisch reflektieren könnte. Der Film steht hier vor der Aufgabe, seine Verhältnis zur Realität erneut zu überdenken. Die Arbeit konzentriert sich schließlich auf die Fragestellung, ob „das Mythos vom totalen Film“ im VR-Zeitalter vervollständigt, beendet oder sogar zerstört würde.