Humboldt-Universität zu Berlin - Medienwissenschaft

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Philipp Sander: Genealogie der Programmiersprachen - Analyse zur babylonischen Sprachverwirrung im Diskurs der Programmierung (Masterarbeit)

  • Wann 13.12.2017 von 18:00 bis 20:00 (Europe/Berlin / UTC100)
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Wie konnte es zu einer babylonischen Sprachverwirrung im Diskurs der Programmierung kommen? Um diese Frage zu klären, wird aufbauend auf der theoretischen Computerwissenschaft, mit Bezug auf Allen Turings Text „On Computable Numbers, with an Application to the Entscheidungsproblem“ und der theoretischen Grundlage der Von-Neumann-Architektur dargelegt, dass es theoretisch möglich wäre, jedweden Algorithmus in jeder Turing-vollständigen Sprache zu verfassen und auf jeder Turing-vollständigen Rechenmaschine zum Laufen zu bringen.

Mit dieser Grundlage drängt sich die Frage gerade zu auf - wie es zu der Mannigfaltigkeit an Programmiersprachen kommen konnte - mit der wir uns heute konfrontiert sehen. Die Antwort scheint, ganz im Sinne Foucaults, in vielen vereinzelten genealogischen Momenten zu liegen. Ziel ist es, nach der kurzen theoretischen Einführung zur Fragestellung, eine Vielzahl an Momenten aufzuzeigen, seien sie technisch, epistemologisch oder gesellschaftlich, die zu der babylonischen Sprachverwirrung der Programmiersprachen geführt haben und diese zur Diskussion zu stellen.