Humboldt-Universität zu Berlin - Medienwissenschaft

Humboldt-Universität zu Berlin | Institut für Musik­wissen­schaft und Medien­wissen­schaft | Medienwissenschaft |  ↳ Medientheorien | Kolloquium | Mai Le: "Das Phänomen Hatsune Miku. Zur Beziehung zwischen virtuellem Darsteller und Publikum im Live-Kontext" (Bachelorarbeit)

Mai Le: "Das Phänomen Hatsune Miku. Zur Beziehung zwischen virtuellem Darsteller und Publikum im Live-Kontext" (Bachelorarbeit)

  • Wann 09.11.2016 von 18:00 bis 20:00 (Europe/Berlin / UTC100)
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Das Phänomen „Hatsune Miku“ gilt als jüngste Entwicklung der virtuellen Stars, die mit ihren Hologramm-Konzerten für internationale Aufmerksamkeit gesorgt hat. Während vermehrt längst verstorbene, aber stets hochverehrte Künstler wie Tupac, Michael Jackson oder zuletzt Ronnie James Dio auf der Bühne als Hologramm Projektionen augenscheinlich zum Leben erweckt werden, jubeln die Fans von Hatsune Miku einem vollkommen virtuellen Wesen zu. Diese körperlose Gestalt des Vokaloiden eröffnet eine neue Dimension in der Debatte um die Bedeutung von Live bzw. Liveness, die insbesondere in den 90er Jahren in den Performance Studies heiß diskutiert wurde. Kann diese Art von vorproduzierter und hochtechnisierter Performance tatsächlich als „live“ bezeichnet werden? 

Diese Bachelorarbeit stellt eine Symbiose zwischen der Musik- und Medienwissenschaft dar und richtet ihr Hauptaugenmerk vor allem auf die Beziehung zwischen dem virtuellen Darsteller und dem Publikum. Als medienwissenschaftlicher Fokus soll auf Grundlage von Norbert Wieners Hauptwerk „Kybernetik. Regelung und Nachrichtenübertragung im Lebewesen und in der Maschine“ diskutiert werden, ob diese Mensch-Maschine Beziehung als kybernetisches System aufgefasst werden kann.