Humboldt-Universität zu Berlin - Medienwissenschaft

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Julian Klein: perSPICE!: Zur Dynamik bewegter Körper – Grundlagen einer Theorie der ästhetischen Relativität

  • Was Kolloquium „Medien, die wir meinen“
  • Wann 09.05.2012 von 18:00 bis 20:00 (Europe/Berlin / UTC200)
  • Wo Georgenstraße 47, R. 0.01 (Medientheater)
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The spice of perception, die Würze unserer Wahrnehmung, ist das ästhetische Erleben. Dieser Modus, in dem die Wahrnehmung selbst spürbar wird, durchzieht unser Leben. In der künstlerischen Erfahrung interferieren mehrere Wirklichkeiten und Rahmungen miteinander, auch sie werden im künstlerischen Modus spürbar und präsent. Dieser Modus der gefühlten Rahmung begleitet unsere Konstruktion der Wirklichkeit. Ästhetik und Physik teilen eine bisher unterschätzte Analogie: Die physikalischen Konzepte des Relativitätsprinzips und der Dekohärenz lassen sich nutzen, um das Kontinuum zwischen dem flüchtigen ästhetischen Erleben und der Emergenz persistierender künstlerischer Objekteigenschaften zu beschreiben.

Literatur siehe http://www.julianklein.de > Texte

 

Bio

Der Regisseur und Komponist Julian Klein ist Direktor des Instituts für künstlerische Forschung Berlin und künstlerischer Leiter der Gruppe a rose is. Er lehrt Regie an der Universität der Künste Berlin sowie Performance und interdisziplinäre Projektentwicklung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Derzeit ist er auch Gastwissenschaftler am Institut für Verhaltens- und Neurobiologie der Freien Universität Berlin / Exzellenzcluster „Languages of Emotion“. Er war Mitglied der Jungen Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina. Er studierte Komposition, Musiktheorie, Mathematik und Physik und war Regieassistent und Bühnenkomponist. Seine künstlerische Forschung umfasst die Neuroästhetik, Sonifikation, Rahmung, Performativität und Spieltheorie sowie das emotionale Erleben. Seine aktuelle Inszenierung "Hans Schleif" am Deutschen Theater Berlin wurde für den Friedrich-Luft-Preis nominiert.

http://www.artistic-research.de