Humboldt-Universität zu Berlin - Medienwissenschaft

Humboldt-Universität zu Berlin | Institut für Musik­wissen­schaft und Medien­wissen­schaft | Medienwissenschaft |  ↳ Medientheorien | Kolloquium | Jonas James: "Die Sprache des Kalküls. Die pragmatische Sprach- und Handlungsphilosophie als Grundlage einer Medienepistemologie der Berechenbarkeit" (Master-Arbeit)

Jonas James: "Die Sprache des Kalküls. Die pragmatische Sprach- und Handlungsphilosophie als Grundlage einer Medienepistemologie der Berechenbarkeit" (Master-Arbeit)

  • Wann 29.06.2016 von 18:00 bis 20:00 (Europe/Berlin / UTC200)
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Wie lässt sich der Übergang von Sprache zu Handlungen begreifen? Diese Frage, die ohne weiteres zu den klassischen Problemstellungen der Epistemologie hinzugezählt werden kann, führt ebenfalls zu erstaunlichen Antworten und Lösungsansätzen quer durch alle Fachdisziplinen. Für die nachfolgende Untersuchung sind die Lösungsansätze jener Fachdisziplinen relevant, die maßgeblich für die Existenz(weise) technischer Medien sind (zu erwähnen ist hier die Informatik, Kybernetik und die pragmatische Sprach- und Handlungsphilosophie). Was all diesen Ansätzen je-eigen ist und bereits treffend von Friedrich Kittler in seinem Essay Die Welt des Symbolischen – eine Welt der Maschine beschreiben wurde ist ein Symbolsystem mit dem Vermögen unter bestimmten, wohldefinierten Bedingungen in das Reale einzugreifen, es zu formen und neue Interpretationsweisen der Subjekt-Objekt Relation hervorzubringen. Dieser Vorgang von Sprache zur Handlung vollzieht sich insbesondere in technischen Medien. Demnach bietet das technische Medium nicht nur eine Lösung für den Übergang von Sprache zu Handlung, sondern bestimmt auch rekursiv die Bedingungen und Gründe einer Epistemologie des Technisch-Medialen, die im Verlauf der Untersuchung den Begriff Medienepistemologie tragen wird. Der pragmatische Ansatz spielt hierbei eine entscheidende Rolle, dessen Wahrheitsanspruch sich aus der Übereinstimmung von Vorstellungen mit der Wirklichkeit und seine Geltung aus dem Vorgang des Sich-Geltend-Machens erschließt.           

Ziel dieses Vorhabens ist die fruchtbare Integration des pragmatischen Ansatzes in den Kanon der Berliner Medienwissenschaft und einer möglichen Initialzündung medienepistemologischer Diskurse über die Gründe der Bedingungen technischer sowie materieller Berechenbarkeit.