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Humboldt-Universität zu Berlin - Medienwissenschaft

Humboldt-Universität zu Berlin | Institut für Musik­wissen­schaft und Medien­wissen­schaft | Medienwissenschaft |  ↳ Medientheorien | Kolloquium | Huidan Yu : Von Okularzentrismus zu Haptik: Berührung berührbar machen (Masterarbeit)

Huidan Yu : Von Okularzentrismus zu Haptik: Berührung berührbar machen (Masterarbeit)

Wann 07.11.2018 von 18:00 bis 20:00 (Europe/Berlin / UTC100) iCal
Wo Medientheater (EG, Raum 0.01)
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“Seeing is believing” ist ein universales Sprichwort. Menschen glauben an dem Macht des Sehens. Sowohl Plato als auch Aristoteles verliehen dem Blick den Vorrang und verbanden ihn mit Vernunft. Gegenüber den anderen Sinnen geben Menschen den Augensinns die Privilegierung. In westlichen Kultur existiert ein Wort, heißt Okularzentrismus, der “a perceptual and epistemological bias ranking vision over other senses” (Chandler/ Munday 2011) beschreibt.

Okularzentrismus dominiert seit langen in der menschlichen sensorischen Hierarchie.
Wenn wir jetzt auf die Forschung der Medien zurückschauen, werden wir im Bewusst genommen, dass die Forschung über die haptische Medien zu wenig sind, weil “ Visuality has long admitted some sophistication with regard to its relationship with the modality of sight and its dominance in the sensory hierarchy, especially within dedicated areas of scholarship such as visual culture” (Parisi/ Paterson /Archer 2017).

Jedoch ist sich die Nutzungsgewohnheit der Medien dramatisch verändert. Von Touch screen zu Videospiel Controller, ist heutzutage die haptische Medien weltweit verwendet. In chirurgisches Training, Fernmanipulation, Mensch-Computer Interface existieren haptische Medien für verschiedene Zwecke in verschiedenen Forme. McLuhan geht auch davon aus, dass der Tastsinn zum Inhalt des Gesichts- und des Hörsinns werde.

In meiner Masterarbeit werden eine Reihe von Fragen versuchend antworten, wie werden die haptische Medien allmählich zur Welt gebracht? Ist es möglich, dass mithilfe der haptischen Medien die Berührung als ein kommunikativer Sinn sein könnte? Können wir Berührung analog zum Sehen und Hören machen?

 

Erstgutachter: Dr. Wolfgang Ernst

Zweitgutachter: Dr. Jan Claas van Treeck