Humboldt-Universität zu Berlin - Medienwissenschaft

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Friederike Aps: Die Prozesse der Fotografie und die Frage nach der Authentizität und dem manipulierten Bild (Masterarbeit)

  • Wann 10.01.2018 von 18:00 bis 20:00 (Europe/Berlin / UTC100)
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Mit der digitalen Fotografie scheint sich die Fotografie selbst zu simulieren. Da bei der Digitalfotografie die Existenz eines Originals fraglich ist, trügt sie bei der Darstellung ihres Bildes, mit einer scheinbaren Authentizität. Sie verlangt damit nach einer veränderten Sichtweise auf das Pixelbild und der kritischen Frage, ob es noch angemessen ist, von manipulierten Bildern zu sprechen. Dabei muss auch gefragt werden, wo das fotografische Bild bei der Digitalfotografie entsteht. 

Ausgehend von der nüchternen Analyse der fotografischen Materialität, werden einzelne Standpunkte vorgeschlagen, die dabei helfen zu analysieren, auf welcher Ebene eine Manipulation stattfinden kann. Die digitale und die chemische Fotografie stehen dabei im Vergleich zueinander und es werden auch ihre gängigen Definitionen in Frage gestellt. Die Ansätze aus Jean Baudrillards letztem Werk „Warum ist nicht alles schon verschwunden?“ unterstützen die kritische Betrachtung der digitalen Fotografie und die vorliegende Fragestellung. Im Zentrum steht dabei stets die Frage nach der Authentizität der fotografischen Produkte und dem manipulierten Bild.