Humboldt-Universität zu Berlin - Medienwissenschaft

Humboldt-Universität zu Berlin | Institut für Musik­wissen­schaft und Medien­wissen­schaft | Medienwissenschaft |  ↳ Medientheorien | Kolloquium | Dr. Thomas Fischer: "Forschung zwischen vorhersehbaren Maschinen und entwerfenden Menschen" (Vortrag)

Dr. Thomas Fischer: "Forschung zwischen vorhersehbaren Maschinen und entwerfenden Menschen" (Vortrag)

  • Wann 14.12.2016 von 18:00 bis 20:00 (Europe/Berlin / UTC100)
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Mensch entwirft Maschinen. Maschinen wiederum prägen Mensch und unterstützen Mensch beim Entwerfen. Gleichzeitig ist unser Verhältnis zur Maschine (abstrahiert zur Black Box) ein Modell für Theorieentwicklung. Wie kann vor diesem Hintergrund eine Theorie vom Verhältnis von Mensch und Maschine entwickelt werden? Und wie kann basierend auf solchen Theorien empirisch geforscht werden? In diesem Vortrag sollen mögliche Antworten auf diese Fragen aus Sicht der Kybernetik zweiter Ordnung erörtert werden.


Zunächst werden, ausgehend von einer kritischen Betrachtung der Black Box und Shannon's Schematic Diagram of a General Communication System, kybernetische Theorien des Menschen sowie menschlicher Konversation entwickelt. Diese unterscheiden sich von konventionellen wissenschaftlichen Theorien und Modellen unter anderem durch die Berücksichtigung des subjektiven Beobachters, von zirkulärer Kausalität und von Nicht-Determinierbarkeit.

Darauf aufbauend wird ein aktuelles Forschungsprojekt vorgestellt das den entwerfenden Menschen empirisch, unter Berücksichtigung subjektiven Beobachtens, zirkularer Kausalität und von Nicht-Determinierbarkeit untersucht. Ein für diesen Zweck entwickelter Versuchsaufbau, experimentelle Mensch-Maschine-Schnittstellen, mathematische Methoden und vorläufige Ergebnisse sollen besprochen werden.