Humboldt-Universität zu Berlin - Medienwissenschaft

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Kim Feser: "Spannungsgesteuerte modulare Synthesizer – aktuelle Möglichkeiten und Formatbedingungen" (Vortrag mit Präsentation)

  • Wann 20.01.2016 von 18:00 bis 20:00 (Europe/Berlin / UTC100)
  • Wo Georgenstraße 47, R. 0.01 (Medientheater)
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In den 1960er und ’70er Jahren wurden modulare Synthesizer in der Regel aus Modulen eines Herstellers zusammengesetzt und nach diesem benannt. Die meist vorkonfigurierten Systeme von Buchla, Moog oder Roland hoben sich durch charakteristische Klangeigenschaften und Modulationsweisen voneinander ab. Für das aktuell populäre Eurorack-Format ist dagegen ein technischer Standard namensgebend, der es ermöglicht, Module verschiedener Hersteller miteinander zu kombinieren. Diese können bezüglich Bauart, Funktionskomplexität und der spezifischen Eignung für Soundgestaltung oder musikalische Abläufe sehr unterschiedlich sein. Angesichts dessen haben sich die Möglichkeiten modularer Systeme ausgeweitet. Prägend für die Verbindung der Module zu einem System sind aber die Formatbedingungen: Sie betreffen die Art der Patch-Kabel, der Ein- und Aus­gangs­buchsen sowie den Umfang der geleiteten Spannung, die hörbar gemacht oder zur Steuerung modularer Funktionen verwendet werden kann. 

 

In dem Vortrag sollen Grundbedingungen spannungsgesteuerter Modularität diskutiert werden. Anhand eines beispielhaften hybrid analog-digitalen Systems (mit Schwerpunkt Trigger, Clock, Random und Sequenzer) liegt der konkrete Fokus auf dem Verhältnis von komplexer Automation und manuellem Eingriff.