Humboldt-Universität zu Berlin - Medienwissenschaft

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Wolfgang Neuhaus: "Was ist eigentlich eine technologische Singularität? Zu einem Mem aus der amerikanischen Cyberkultur" (Vortrag)

  • Wann 08.07.2015 von 16:00 bis 18:00 (Europe/Berlin / UTC200)
  • Wo Georgenstraße 47, R. 0.01 (Medientheater)
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Als hochspekulatives Konzept findet die „technologische Singularität“ zunehmende Aufmerksamkeit in den Medien und der Popkultur. Formuliert wurde es in den Achtzigern des letzten Jahrhunderts von dem Mathematiker und SF-Autor Vernor Vinge. Dieses Mem benennt die explosionsartige Verbreitung Künstlicher Intelligenz in einer nicht allzu weit entfernten Zukunft. Ein solches Ereignis ließe sich mit menschlichen Erkenntniskategorien (angeblich) nicht mehr verstehen, so dass sich über seinen Ereignishorizont keine weiteren Aussagen treffen lassen, vergleichbar damit, als würde man in der Astrophysik nach dem Inneren eines „Schwarzen Lochs“ fragen. In der Zwischenzeit haben andere Autoren die Idee übernommen und weiter ausgebaut. In seiner Anlage bleibt das Konzept jedoch vage und in dem Vortrag wird versucht, seinen „technomythischen“ Charakter kritisch darzustellen.
 
Wolfgang Neuhaus ist Mitglied bei Tesof e.V. in Berlin, einer gemeinnützigen Einrichtung, die sich in Forschung und Weiterbildung mit den Perspektiven der Technologischen Zivilisation befasst. Er ist langjähriger Mitarbeiter beim Heyne Science Fiction Jahr und beim Online-Magazin Telepolis.