Humboldt-Universität zu Berlin - Medienwissenschaft

Humboldt-Universität zu Berlin | Institut für Musik­wissen­schaft und Medien­wissen­schaft | Medienwissenschaft |  ↳ Medientheorien | Kolloquium | Maxi-Lena Schuleit: "Veränderung der Definitionen und Wahrnehmung von Gegenwart und Vergangenheit unter dem Einfluss technischer (und im Besonderen digitaler) Speicherungs- und Verbreitungsmöglichkeiten" (Master-Arbeit)

Maxi-Lena Schuleit: "Veränderung der Definitionen und Wahrnehmung von Gegenwart und Vergangenheit unter dem Einfluss technischer (und im Besonderen digitaler) Speicherungs- und Verbreitungsmöglichkeiten" (Master-Arbeit)

  • Wann 05.11.2014 von 18:00 bis 20:00 (Europe/Berlin / UTC100)
  • Wo Georgenstraße 47, R. 0.01 (Medientheater)
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Die digitalen Techniken verändern unseren Umgang mit Daten und Information. So werden durch die digitalen Möglichkeiten Informationen nicht nur in „Echtzeit“ erstellt und gespeichert und somit digital archiviert, sondern gleichzeitig wird eine ständige Verfügbarkeit dieser Daten ermöglicht, welche es erlaubt, Gespeichertes in der Gegenwart jederzeit auftauchen zu lassen.

 

Eine Veränderung, welche durch die digitale Datenflut beobachtet werden kann, betrifft damit auch das Phänomen der Zeit. Im Zuge dieser Arbeit sollen einige Perspektiven zu der Verschränkung von Zeit und Medien zusammengetragen werden und insbesondere das Leitmedium Live-Fernsehen im Vergleich zu digitalen Verarbeitungs-und Speicherungstechniken beleuchtet werden, um der Frage nachzugehen, inwieweit digitale Techniken die Definition von Vergangenheit und Gegenwart beeinflussen. Denn es ist aus medienwissenschaftlicher Perspektive markant an der aktuellen Medienkultur, dass digitale Aufzeichnungsmöglichkeiten in Echtzeit Gegenwart archivieren, während die Vergangenheit jederzeit durch ihre Online-Anbindung in die Gegenwart rücken kann.