Humboldt-Universität zu Berlin - Medienwissenschaft

Humboldt-Universität zu Berlin | Institut für Musik­wissen­schaft und Medien­wissen­schaft | Medienwissenschaft |  ↳ Medientheorien | Kolloquium | Alisha Führer: "Die Realität der „Lügenpresse“. Eine qualitative Analyse der normativen Nachrichtenqualität in Bezug auf die Flüchtlingsthematik anhand der Tagesschau" (Master-Arbeit)

Alisha Führer: "Die Realität der „Lügenpresse“. Eine qualitative Analyse der normativen Nachrichtenqualität in Bezug auf die Flüchtlingsthematik anhand der Tagesschau" (Master-Arbeit)

  • Wann 15.06.2016 von 18:00 bis 20:00 (Europe/Berlin / UTC200)
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Das Wort „Lügenpresse“ ist ein historisch belegter Begriff, der derzeitig seine Renaissance erlebt und im Jahr 2014 sogar zum „Unwort des Jahres“ gekürt wurde. 


Er wird seit jeher genutzt, um Meinungen, die nicht der eigenen entsprechen, zu diskreditieren. Damit einhergehend wird der Verdacht der Manipulation durch die Medien geschürt und es kommt zum Vertrauensverlust gegenüber diesen. 
In Zeiten, in denen Gegenöffentlichkeiten ein (Inter-)Netz aus Angst schüren, „besorgte Bürger“ Spaziergänge durch die Straßen Deutschlands unternehmen, populistische Politiker „Pinocchio-Presse“ skandieren und ehemalige Journalisten von „gekauften Journalisten“ schreiben, ist die Frage nach der Objektivität der Medien von besonderer Bedeutung. 
Es ist gesellschaftlich und wissenschaftlich relevant zu hinterfragen, wie begründet die Vorwürfe, die mittlerweile zum Alltag gehören und die bereits über die Chatrooms des Internets hinausgewachsen sind, tatsächlich sind.
Aus diesem Grund möchte ich mich in meiner Masterarbeit mit der Frage beschäftigen, ob es den Medien noch möglich ist, normative Qualitäten aufzuweisen und damit einhergehend die Frage beantworten, wie Medien Informationen vermitteln. 
 
Ich möchte mit diesen Ergebnissen versuchen, die Ängste der Menschen ernst zu nehmen und sie wissenschaftlich zu widerlegen. Diese Arbeit soll somit ein Beitrag zur aktuellen Mediendebatte sein und sich so der Gegenöffentlichkeit stellen.